„Volksweisen und Gartenzwerge“

Facettenreicher Comedy-Liederabend vom Duo Duelle im Kulturkeller

 

von Annette Bauer

„Wenn der Dibbe aber nu e Loch hat.“ Dieses altvertraute Volkslied wurde am Samstagabend
von den vielen Damen und deutlich weniger Herren unter den Gästen mit Begeisterung geschmettert.
Im Fuldaer Kulturkeller war ausnahmsweise Volksmusik angesagt.

Das Duo Duelle bot unter dem Titel „Kein schöner Land oder Musik für’s Volk“ einen Comedy-Liederabend.
Die Veranstaltung hatte mehrere Facetten. Ein Vortrag von vorwiegend klassischem Liedgut,
dazu ein bisschen Musikgeschichte, ein bisschen Bewertung nach dem Motto „Klassik gegen Schlager“.
Dazu wurde philosophiert über Gartenzwerge, Schrebergärten oder die Vorteile, auf dem Land zu leben.

Als verknüpfendes Element zwischen den Liedern dienten Comedy-Einlagen,
wobei Marina Gajda die schnoddrige Russin mimte, ihre Partnerin Marianne Blum die Belehrende abgab.

Die beiden sehr schön anzusehenden Damen haben einfach Musik im Blut.
Die exzellente Pianistin Marina Gajda und die vielseitige Marianne Blum
mit ihrer ausgezeichneten Sopranstimme ergänzten sich optimal, warfen einander die Bälle zu.

Marina war einfach göttlich. Mit unbewegter Miene, trockenen Bemerkungen
und viel komödiantischem Talent bot sie der vermeintlich klügeren Marianne Blum ständig Paroli.
„Man braucht uns, weil sonst alles ein fader, einziger Einheitsbrei ist“, behauptete die elitäre Marianne.
Und die Russin fragte zweifelnd: „Man braucht uns wegen dem Brei?“

 

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Fuldaer Zeitung vom 16. Mai 2006