„Friede, Freude, Lust am Streit"

Neues Kabarettprogramm mit Marina Gajda und Marianne Blum

 

FULDA (maw) Weihnachten – das Fest der Liebe und des Friedens – steht vor der Tür. Doch gerade in der Adventszeit herrscht oft alles andere als Harmonie in der Familie. „Ich wünsch mir eine Streitaxt“ heißt deshalb das neue Kabarettprogramm des Damenduos „Duelle“, das nun im Fuldaer Kulturkeller seine Premiere feierte.

Dass sich die Sängerin Marianne Blum und die Konzertpianistin Marina Gajda „Duelle“ nennen, erscheint schon nach wenigen Augenblicken plausibel: Denn während Blum sich in ihrer Rolle übermäßig auf das Weihnachtsfest freut, unterbricht Gajda diese Euphorie immer wieder mit satirischen Kommentaren – und schon fliegen die Fetzen. Leichtfüßig springt der Dialog zwischen Blum und ihrer Pianistin dabei von der Frage nach dem richtigen Geschenk hin zu gesellschaftlichen Themen wie zum Beispiel der Akzeptanz von Schönheitsoperationen. Genauso gekonnt stellen sie eine plausible Verbindung zwischen dem Verwandtschaftsbesuch und dem Nahostkonflikt her, denn schließlich sei bei beiden eine Versöhnung zu Weihnachten wünschenswert.

Im Laufe des Programms werden unterschiedliche Themengebiete angesprochen – sowohl gesellschaftliche
und politische als auch kulturelle und alltägliche Probleme: alle mit Bezug auf Weihnachten. Offen und ehrlich erscheint das Stück, denn auch Persönliches der Darstellerinnen wird mit Witz eingearbeitet: Marina Gajda verkörpert etwa mit ihrer spröden Art das Klischeebild einer Russin. „Ein gutes Kabarettprogramm lebt von Realitäten, aber es wäre kein gutes Kabarettprogramm, wenn es nicht überzeichnet wäre“, erklärt, Marianne Blum. Neben dem Kabarett spielen bei den ausgebildeten Musikerinnen die Lieder eine ganz besondere Rolle.

Mit ihrer brillanten Mezzosopran-Stimme begeistert Marianne Blum das Publikum. Nicht nur ihre Interpretation bekannter Weihnachtslieder auch ein A-capella-Stück mit prominenter Unterstützung von „Wolf&Bleuel“ erntet großen Applaus.

Kennen gelernt haben sich die Frauen vor sieben Jahren. Damals suchte Marianne Blum zusammen mit dem Regisseur Christof Rath eine Konzertpianistin für das Musical „Bleib noch bis zum Sonntag“.
Auf eine Zeitungsannonce meldete sich Marina Gajda. Da laut Blum „die Chemie sofort stimmte“, kam es auch zu weiteren Arbeiten im Kabarettbereich. Jedes Jahr bringt das Duo seitdem ein neues Stück auf die Bühne.“

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Fuldaer Zeitung vom 19. Dezember 2007