Jazz und Evergreens

Die Fuldaer Sängerin Marianne Blum gastierte im Café Flamme

 

Fulda (FZ). Es ist unglaublich, wie wandlungsfähig die Fuldaer Sängerin und Schauspielerin Marianne Blum ist.
Im Herbst überzeugte sie noch als „Leni Riefenstahl“ in dem Theaterstück „Marleni“, zeigte in verschiedenen Liederabenden ihr Können in den Sparten Musical und Klassik und riss nun am vergangenen Freitag mit
Jazz und Evergreens ihr Publikum im Café Flamme von den Stühlen.

Tatkräftig unterstützt wurde Marianne Blum dabei von dem Gitarristen Michael Jehn und dem Schlagzeuger Thomas Mitsche, die zusammen einen reduzierten aber doch prägnanten Klangteppich schufen, auf dem der dynamische Mezzosopran der Sängerin sich in allen Facetten ausbreiten konnte.

Ohne Berührungsängste wandelten die Musiker das Schlaflied „Summertime“ in einen Funktitel und
den Rocksong „Move over“ von Janis Joplin in einen Reggae um, präsentierten den Gershwin-Klassiker
„It ain’t necessarily so“ aus der Oper „Porgy and Bess“ als Gospelsong und improvisierten lustvoll
über bekannten Latin-Titeln wie „Girl from Ipanema“ oder „Mas que nada“.

Der musikalische Genuss war ein Faktor, der diesen Abend unterhaltsam machte, ein anderer war die wechselnde Garderobe der Sängerin und die poibntierten Moderationen einer Marianne Blum.

Überhaupt ist es das Markenzeichen der Band „Immergruen“: eingängige Musik, die eingebunden wird in dezent inszenierte und improvisierte Interaktion mit dem Publikum, die über die üblichen Moderationen hinaus geht.

Zurück
 
 
Fuldaer Zeitung, 12. Mai 2004